4. Mai 2016

Der Ternscher See ist ein Kleinod, das sowohl im Interesse aller Bürger als auch der Natur (Wasservögel, Fledermäuse, Schilf, Wasserpflanzen etc.) zu erhalten und zu schützen ist. Dieses Ziel wird durch die Planung des Masterplans im Bereich des sog. Nordufers verfehlt werden. Sie wird mehr Probleme schaffen als lösen. Insoweit ist die FDP-Selm mit der Initiatorin einig. Das Nordufer soll weggebaggert und statt dessen ein Steg errichtet werden. Zudem sind wegen der sehr erheblichen Erdarbeiten Kosten als Eigenanteil zu erwarten, die die Stadt Selm trotz finanzieller Förderung kaum wird stemmen können.

Die Initiative „Freier Seezugang“ scheint das Heil allerdings darin zu sehen, die Sperrung des KfZ-Verkehrs (Poller) und die Verhinderung des Parkens (Baumstämme) wieder aufzuheben. Mit Naturschutz hat dies sicherlich nichts zu tun! Im Gegenteil würden wieder Zustände einreissen wie in den vergangenen Jahrzehnten, die bei schönem Wetter durch den Ansturm Hunderter Badegäste geprägt waren, die (Tag und Nacht) zum Teil lautstarke Musikgeräte betrieben, herumgröhlten, Feuer machten und hierfür Buschwerk und Äste der Vegetation des Ufers verwandten und nach Ihrer Abreise eine Müllhalde hinterliessen. (siehe auch Bericht der RN vom 3.5.16 zu Cappenberger See). Diese Zustände haben sich nach der Sperrung des Pkw Verkehrs gebessert. Das Nordufer ist auch jetzt noch der Allgemeinheit zu Fuß oder per Fahrrad frei zugänglich.

Wie der FDP bekannt ist, haben die Anlieger nichts gegen Badegäste, die das Nordufer ohne die beschriebenen Auswüchse nutzen. Sie wehren sich jedoch vehement gegen den pauschalen Vorwurf fehlender Toleranz!

Die Initiatorin verschweigt wohlweislich, dass während ihrer Aktion sich in unmittelbarer Nachbarschaft eine Gruppe aufhielt, die auf ihrem Bollerwagen ein Stromaggregat zur Kühlung des Biervorrats und zum Betrieb einer Musikanlage mitführte. Die Musikbeschallung sowie Aufrufe per Mikrofon die Unterschriftensammlung zu unterzeichnen, schallten stundenlang in Lautstärke eines Presslufthammers über den See. Die Initiatorin sowie ihre Begleiterinnen bestätigten dem als Anwohner unmittelbar betroffenen FDP- Vorsitzenden Klaus Schmidtmann die Unzumutbarkeit. Eine Idee zur Abhilfe hatten sie nicht. Es solle entweder das Ordnungsamt der Gemeinde eingeschaltet oder die Polizei informiert werden.

Aus Toleranz haben alle Anlieger hierauf verzichtet.