10. Januar 2013

Die Tage um den Neujahrswechsel hat die FDP – Fraktion genutzt, um sich erneut mit dem Thema Pferdesteuer auseinanderzusetzen. „Wir haben intensive Gespräche mit einzelnen Sportpferde-, aber auch Reitstallbesitzern über dieses Thema geführt,“ so Fraktionsvorsitzender Thomas Staschat.

Argumente der Pferdeliebhaber, wie etwa, dass Pferdesport der Jugendarbeit und der Gesundheit dient, Pferdehaltung bedeutend für die Landwirtschaft ist und dass das Pferd eine wesentliche wirtschaftliche Bedeutung insbesondere in ländlichen Regionen hat, nehmen wir ernst und halten wir für wichtig. Demnach soll die Zahl der gehaltenen Pferde in Deutschland fast eine Million betragen.

Rund 300.000 Menschen verdienen in Deutschland ihren Lebensunterhalt direkt oder indirekt mit dem Pferd. Etwa sechs Milliarden Euro wird in Deutschland pro Jahr rund ums Pferd erwirtschaftet. Im Durchschnitt schaffen vier Pferde einen Arbeitsplatz. Sollte eine Pferdesteuer dazu führen, dass Pferde abgeschafft werden, würden nicht nur Pensionspferdebetriebe betroffen sein. Tierärzte, Hufschmiede, Reitlehrer, Futtermittelhändler, Reitsportausrüster, produzierendes Gewerbe wie z.B. Hersteller von Futtermitteln und Ausrüstung, etc. – alle wären aufgrund einer nachlassenden Nachfrage möglicherweise sogar existenziell bedroht.

„Ich denke,“ so Staschat, „würden die Einnahmen aus einer Pferdesteuer zwar kurzfristig ein wenig beim Ausgleich unseres defizitären Finanzhaushaltes helfen.
Mittel- und langfristig sind aber die mit der Einführung einer solchen Steuer verbundenen Nachteile gravierender. Möglicherweise werden auch wichtige Arbeitsplätze vernichtet. Vor dem Hintergrund dieser überzeugenden Argumente, insbesondere aber wegen der wirtschaftlichen Bedeutung, die das Pferd im Münsterland inne hat, werden wir das Thema der Einführung einer Pferdesteuer zukünftig nicht mehr weiter verfolgen,“ so Staschat.